Bibelstunde über den Sabbat

Das vierte Gebot

Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.

Sollen wir den Sabbat halten?

„In sechs Tagen hat Gott die Welt erschaffen, aber an siebten Tag ruhte er.“ Schon als er die Welt erschaffen hat, fügte Gott eine Pause ein am Ende seiner Sechstageschöpfung. Hatte er einen Grund dazu? Offensichtlich war ihm dieser Tag so wichtig, dass er in gleich in den 10 Geboten fixierte. Die Begründung für diese Tat finden wir im 4. Gebot. Dort stellt Gott nämlich unmissverständlich klar, dass er der Schöpfer ist. Der Sabbat soll ein Gedenken daran sein. Es ist ein Tag, den wir heilig halten, Gemeinschaft haben mit Gott, die Arbeit ruhen lassen und eine Pause machen dürfen. Der Sabbat ist ausdrücklich als Teil der Schöpfung erwähnt. Der Sabbat bestätigt also Gott den Schöpfer. Er ist ein Geschenk an uns Menschen.

Wann ist Sabbat?

Viele Christen gehen am Sonntag zur Kirche. Doch ist das der biblische Sabbat, den auch Jesus und seine Jünger hielten? Die Bibel definiert den Sabbat als den siebten Tag der Woche. Im deutschsprachigen Raum finden wir einen Hinweis, welcher Tag der Sabbat ist. Mittwoch bedeutet bekanntlich: Mitte der Woche. Somit ist der 7. Tag der Samstag. Übersetzt man das Wort Samstag so findet man einige Sprachen, in denen das Originalwort Sabbat erhalten blieben (z.B. ital.: sabato, span.:sábado, russ.: subbota). Die Bibel meint also wenn sie vom Sabbat spricht, den Samstag. Dieser Tag ist es, den wir heilig halten sollen als ein Gedenken an Gottes Schöpfung.

Wie halte ich den Sabbat richtig?

Der Sabbat ist der Ruhetag. Aber reicht es, wenn ich am Sabbat in die Kirche gehe? Die 10 Gebote sprechen davon, dass der Sabbat heilig gehalten werden soll. Er wird auch als der Ruhetag genannt. Wie Gott bei der Schöpfung einen Tag ruhte, sollen auch wir von unserer Arbeit ruhen. Wir Menschen brauchen im Gegensatz zu Gott nähmlich eine Pause. In erster Linie ist der Sabbat ein Gedenktag und das kopieren der Handlungsweise Gottes.

 

Sabbat halten bedeutet aber auch Gemeinschaft pflegen. Gemeinschaft mit unserem Gott und Schöpfer. Diese Gemeinschaft fängt morgens im Gottesdienst an. Das Singen und Beten mit anderen, das Hören der Predigt oder das Bibelgespräch bringen dich näher zu Gott und lassen dich in deinem Glauben wachsen. Doch der Gang in die Kirche ist nicht das, was den Sabbat ausmacht. Er ist es auch nicht der sich erlöst. Gemeinschaft mit Gott beginnt wo du für dich betest, wo du über die Wunder Gottes nachdenkst, wo du die Bibel studierst oder wo du Andacht machst.

 

Schon zur Zeit der Jesu haben die Pharisäer viele Gesetze erlassen, um den Sabbat zu heiligen. Zum Beispiel durfte man früher nicht mehr als 1000 Schritte am Sabbat laufen, Getreide sammeln für das Essen war verboten usw. Auch heute noch ist es den Juden verboten einen Lichtschalter zu betätigen. Ist das wirklich Sabbatheiligung. Ist der Sabbat ein Tag der Verbote?

 

Achtet den Sabbat als einen Tag, der mir geweiht ist und an dem ihr keine Geschäfte abschließt! Er soll ein Feiertag für euch sein, auf den ihr euch freut. Entweiht ihn nicht durch eure Arbeit, durch Geschäfte oder leeres Geschwätz! Achtet ihn vielmehr als einen Tag, der mir, dem HERRN, gehört. Wenn ihr das tut, werde ich die Quelle eurer Freude sein.  […]- Jesaja 58, 13.14

 

Am Sabbat herrscht folgendes Prinzip: Alles was du tust, das tu zur Ehre Gottes. Der Sabbat ist kein Tag der Verbote. Der Sabbat ist ein Tag der Lust, ein Tag der Freude. Er ist ein spezieller Tag. Gott ruft uns auf, bewusst nicht jene Dinge zu tun, die wir auch im Alltag tun. Ein Beispiel: An fünf Tagen, die Woche sind die Läden offen. Wieso, also nicht Donnerstagabends den Wocheneinkauf tätigen statt Samstags? Es sind solche Dinge, durch die wir Gott ehren. Und genau wenn wir solche Dinge tun, dann werden wir Lust bekommen am Herrn. Stell dir vor: Ein Tag in der Woche nicht für Prüfungen lernen und keine Gedanken an die noch zu erledigende Arbeit. Den Sabbat heilig halten, bedeutet Gott zu ehren. Wir ehren in mit unserem Tun, mit unserem Denken, mit unserer Sprache, mit dem Unterlassen von Dingen und mit so vielen anderen Dingen. Das ist wahre Sabbatheiligung.

Welche Lehren können wir aus dem Sabbat ziehen?

Die Bibel gibt noch weitere Gründe, wieso die Sabbatheiligung Sinn macht

2. Mose 20, 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. Gott, der Schöpfer
 5. Mose 5, 15 Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst. Gott, der Befreier
2. Mose 16, 23 Und er sprach zu ihnen: Das ist’s, was der HERR gesagt hat: Morgen ist Ruhetag, heiliger Sabbat für den HERRN. Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, dass es aufgehoben werde bis zum nächsten Morgen. Gott, der Versorger
Hesekiel 20, 12 Ich gab ihnen auch meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen, damit sie erkannten, dass ich der HERR bin, der sie heiligt. Gott, der Heilig Macher

Welchen Tag hat Jesus Christus geheiligt?

Jesus Christus hielt natürlich den Sabbat. Es gibt keine biblische Hinweise, dass Jesus je den Sonntag geheiligt hat. Natürlich predigte Jesus auch Sonntags, doch tat er dies an jedem Wochentag. Schon sehr früh in seinem Dienst stellte Jesus klar, dass er das Gesetz und damit auch den Sabbat nicht verändern würde. In der Bergpredigt heisst es: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen […]“Mt. 5, 17. Ganz spezifisch auf den Sabbat geht Jesus auch in seiner Endzeitrede ein. Dort sagt er: „bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter oder am Sabbat geschieht“. Es hat aber noch andere Gründe, warum Jesus rein ideologisch nicht den Sonntag heiligte. Jesus musste als perfektes Opfer am Kreuz sterben. Unsere Sünden trug er als Unschuldiges Lamm am Kreuz. 1. Pet. 1, 18-19 Dazu musste er sündlos bleiben. Jesus musste den Sabbat halten, um diesem Opfer gerecht zu werden. Johannes schreibt später „Und darin besteht die Liebe, dass wir nach seinen Geboten wandeln, […]“ 2. Joh. 1,6. Johannes fordert uns auf unserem Vorbild Jesus nachzufolgen und Jesu Liebe zu uns Menschen zu erwidern, indem wir seine Gebote halten

Welchen Tag hat Jesus Christus geheiligt?

„So lasst euch von niemandem richten wegen Speise oder Trank, oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate, […]“ 2. Kol. 2, 16

 

Häufig wird dieser Text verwendet, um zu beweisen, dass der Sabbat unwichtig sei. Tatsächlich klingt dieser Text ziemlich eindeutig. Viele Menschen machen an diesem Punkt einen entscheidenden Fehler, denn sie reissen Texte aus dem Zusammenhang. In Vers 17 finden wir nämlich einen ganz wichtigen Zusatz. Dort heisst es: „ […] die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen; aber der Körper gehört Christus“ Bei diesem Text geht es um Gebote, die nur ein Schatten von sich selbst sind oder mit anderen Worten um Gebote, die auf eine Erfüllung warten. Um hier abzukürzen sei hier gesagt, dass die Juden neben den 10 Geboten noch das Gesetz Mose hatten. Vieles wie zum Beispiel, die Opfergesetze rund um das Heiligtum, die Reinheitsgesetze oder die Feste der Israeliten deuteten einzig auf Jesus Christus hin, der als Lamm für unsere Schuld sterben würde. Zum Beispiel das Passafest war ein Zeremonieller Tag, der an die Kreuzigung Jesu deutete. Das Lichterfest oder wie es auf Hebräisch bekannt ist Chanukka weist auf Jesu Dienst auf Erden hin. Insgesamt gibt es acht dieser alttestamentlichen Feste. Sie alle wurden behandelt wie Sabbate und waren auch Feiertage. Diese Feste sind auch jene Sabbate, die ein Schatten von sich selbst sind. 2. Kolosser 2, 16 spricht nicht vom Sabbat der 10 Gebote, aber von den jüdischen Festen, die auf Jesus hinweisen und die durch den Kreuzestot ihre Erfüllung erfahren haben.

Vor der Gesetzgebung gab es kein Sabbatgebot

Der Apostel Paulus schreibt in schreibt in seinem Römerbrief folgendes: Wo aber das Gesetz nicht ist, da ist auch keine Übertretung (Röm. 4, 15). Dieser Text würde darauf schliessen, dass es vor dem Ereignis am Sinai kein Gesetz, also auch keine Sünde gab. Trotzdem wusste Joseph, dass Ehebruch falsch ist, und zu Kain sprach Gott, nachdem er seinen Bruder umbrachte: Was hast du getan? Das Gesetz musste schon vor der Gesetzgebung existieren. Der Sabbat im speziellen wurde schon in der Schöpfung manifestiert. Der siebente Schöpfungstag war der Sabbat, der Tag der Ruhe. Dieser Tag wurde nie abgelöst.

Der Sabbat gilt für die Juden

Der Sabbat wurde schon vor der Schöpfung eingesetzt. Den ersten Juden gab es erst 2000 Jahre später! In Markus 2,27 sagt Jesus folgendes: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht. Somit ist er ein Geschenk an alle Menschen. Weiter sagt Jesus: Der Menschensohn ist der Herr über den Sabbat. (Mt. 12, 8)  Er ist der Herr, weil in ihm alles geschaffen ist. (Kol 1,16). Niemand würde sagen, die Bibel oder das Alte Testament sein nur für Juden geschrieben, nein es ist geschrieben für alle Menschen und genauso verhält es sich mit dem Sabbat.

Der Sabbat gehört zum mosaischen Gesetz

2. Mose 31,18: […] gab er [Gott] ihm [Mose] die beiden Tafeln des Gesetzes; die waren aus Stein und beschrieben von dem Finger Gottes. Gott ist der Urheber der zehn Gebote. Und dieser schrieb die Gebote symbolhaft auf Stein – Das Gesetz ist unvergänglich. Diese Steintafeln wurden dann in die Bundeslade getan wo sie lagerten. Neben der Bundeslade lag dann das mosaische Gesetz. Diese Gesetzgebung war nicht dafür da die Sünden aufzuzeigen, aber sie zeigte auf, wie man sich als Sünder reinigen konnte. In diesem Gesetz sind auch weitere „Sabbate“ enthalten, welche zusätzliche Feiertage enthielten für die Reinigung. Diese Sabbate haben durch das Opfer Jesu tatsächlich ihre Bedeutung verloren, nicht aber der im Sittengesetz verankerte siebente Tag, der Sabbat!

Der Sabbat ist Teil der alten göttlichen Ordnung

Mal 3, 6 Ich, der Herr wandle mich nicht.

Jak 1, 17 Alle Gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.

Gott ist ein Gott, der sich nicht wandelt. Sowohl das Alte, als auch das Neue Testament machen das unmissverständlich klar. Ich kenne eigentlich keinen Christen, der behauptet, er müsse nicht mehr Vater und Mutter ehren oder er dürfe jetzt lügen. Wenn also neun Gebote auch noch heute für Gläubige verbindlich sind, wieso auch nicht das Sabbatgebot? Die Gebote wiederspiegeln perfekt Gottes Wesen. Wenn Gott selbst eines der Gebote wegnehmen würde, dann wäre Gott nicht mehr eine perfekte Einheit, oder könntest du dir einen Gott vorstellen, der dich anlügt weil er gerade Lust dazu hat? Paulus schreibt in seinem Römerbrief Die Gebote sind heilig, gerecht und gut. Ich denke, dass Paulus das kurz und prägnant auf den Punkt bringt. Das Gesetz ist auch heute noch heilig gerecht und gut und daran sollen wir denken!

Die zehn Gebote wurden ans Kreuz geheftet

Dies ist eine sehr gängige Meinung. Er hat den Schuldbrief getilgt der mit seinen Forderungen gegen  uns war und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet. (Kolosser 2, 14) Nicht die zehn Gebote wurden an das Kreuz genagelt sondern unsere Schuld. Diese ist es, die eigentlich den Tod von uns fordert. Wären die zehn Gebote wirklich ans Kreuz genagelt, dann spräche rein biblisch nichts mehr gegen Diebstahl, Mord, Ehebruch oder das Anbeten anderer Götter. Zum Glück gibt es auch heute noch die zehn Gebote, wer weiss, was sonst auf dieser Welt passiert wäre?

Wir stehen nicht unter dem Gesetz

Dieses Statement ist sehr weit verbreitet in der christlichen Welt. Aber eine Frage: Kann ich dann stehlen und töten und ehebrechen wie es mir gefällt? Ich bin ja frei vom Gesetz. Die Antwort darauf ist klar: Nein! Die Gnade Gottes hebt das Gesetz nicht auf. Vielmehr löst uns seine Gnade von der Strafe der Sünde. Die Bibel ist ganz klar: Ehebruch, Mord, Diebstahl, etc. sind Sünden und genauso ist das Nichteinhalten des Sabbats eine Sünde.

 

Wir werden durch den Glauben gerecht

Dieses Argument ist tatsächlich wahr. Durch den Glauben werden wir gerecht. Jesus ist für unsere Sünde gestorben und nur durch ihn finden wir zum Vater. Aus Gnade werden unsere Übertretungen vergeben. In Römer 8, 4 heisst es, dass die Gerechtigkeit, welche vom Gesetz gefordert würde, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleisch leben sondern nach dem Geist. Das bedeutet, dass Christus uns von unserem Hang zum Ungehorsam erlöst hat. Nun ist es uns eine Freude ihm zu gehorchen. Den Sabbat zu halten macht uns nicht gerecht, aber weil Gott es gesagt hat, mache ich es gerne. Wer trotzdem versucht gerecht zu werden, indem er den Sabbat hält, der versucht unmögliches.

Wir leben im Neuen Bund

Ja wir leben im neuen Bund, und ja Gott sagt, dass er die Gebote in unser Herz schreibt aber was bedeutet das? Im alten Bund versprach das Volk Gottes Geboten zu gehorchen. Doch das ist ein Ding der Unmöglichkeit, wenn wir bedenken, dass wir von Natur aus Sünder sind. Also schloss Gott einen neuen Bund mit uns in dem er sagt, dass er das Gesetz in unsere Herzen schreibt. Er legt uns alle seine zehn Gebote ins Herz und damit verbunden auch die Liebe zum Gesetz Gottes. Der neue Bund bietet uns eine ganz andere Grundlage, das zu tun, was uns Freude machen sollte, nämlich das zu tun, was Gott gefällt.

Es gilt nur noch das Gebot der Liebe

Jesus selbst sagte in seiner Bergpredigt, dass er nicht gekommen sei, um das Gesetz aufzulösen. Was hat es also damit auf sich, dass Jesus die Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen als die wichtigsten Gebote ansieht. Ganz einfach: Sie sind der Grundpfeiler der zehn Gebote. Wer seinen Mitmenschen liebt, der wird ihn nicht belügen, bestehlen, oder töten. Genauso wird jemand, der Gott liebt nicht seinen Namen missbrauchen. Und genauso ist das auch mit dem Sabbat. Wer Gott liebt, der möchte doch an dem Tag, den Gott extra für uns geschaffen hat, ihn anbeten.

Jesus hat das Gesetz erfüllt

Matthäus 5, 17: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen, sondern zu erfüllen. Eine gängige Lehrmeinung ist, dass dieses Erfüllen soviel bedeutet wie: auflösen. Aber dem ist nicht so, nein es heisst, da das Gesetz ist nicht aufgelöst. Jesus hat dieses vielmehr erfüllt, weil er nach dem Gesetz gelebt hat. Er hat es in seiner Fülle dargestellt. Er war derjenige ohne Sünde.

Jesus ist an einem Sonntag auferstanden

Wahrscheinlich wirst du sagen: Jesus ist auferstanden am Sonntag und deshalb halte ich aus Ehrfurcht zu Gott diesen Tag heilig. Wenn dem so ist, so lass dir gesagt sein, dass Jesus am Freitag gestorben ist. Wieso also nicht auch wöchentlich am Freitag einen Tag ruhen. Immerhin sind Tod und Auferstehung für jeden Christen von grösster Wichtigkeit. Sollen wir also drei Feiertage halten? Gott sagt: an sechs Tagen sollst du arbeiten. Es kommt also doch nur ein Ruhetag in Frage. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun. Ohne Frage, die Auferstehung ist ein Kernstück unseres Glaubens, aber die Bibel sagt nie, dass wir diesen Tag als Ruhetag ehren sollten. Übrigens wurde Jesu Tod beim Abendmahl als Gedenken manifestiert, seine Auferstehung durch die Taufe.

Jesus traf am Sonntag mit seinen Jüngern zusammen

Ja nachdem Jesus auferstanden war, traf er seine Jünger an einem Sonntag. In der Bibel gibt es keinen Hinweis, dass Jesus diesen Tag verschoben hätte. Dass dieses Ereignis an einem Sonntag stattfand, hatte einen anderen Grund. Nachdem Jesus getötet worden war von den Juden versammelten sich die Jünger in einem Haus um Gott anzuflehen sie zu beschützen und zu befreien. Sie hatten schlicht und einfach Angst vor den Juden. Dies ist übrigens in Johannes 20, 19 nachzulesen. Jesus hielt auch nach seiner Auferstehung den Sabbat.

Der Sonntag ist der Tag des Herrn

Wo in der Bibel steht, dass der Sonntag der Tag des Herrn ist? Jesus selbst sagte über sich selbst, dass der Menschensohn auch Herr über den Sabbat sei. Das vierte Gebot fordert uns auf den Sabbat zu halten. Seit Anbeginn der Welt war der Sabbat der Tag, den wir heiligen sollten. Wieso soll er es also heute nicht mehr sein?

Die Apostel haben den Sabbat geändert

Die Apostel haben den Sabbat nicht geändert. Für die Apostel war das Gesetz nach wie vor gültig. Nur war das Gesetz nicht der Weg zur Erlösung. Paulus schrieb über die Rolle des Gesetzes: Die Sünde erkannte ich nicht, ausser durchs Gesetz. (Röm. 7,7) Paulus selbst lehnte einen Glauben der aufgrund von Gesetzeswerken besteht klar ab. Doch er sah seine Aufgabe nicht darin, das Gesetz zu ändern. Nein, vielmehr gehörte für die Apostel zur echten Christusnachfolge das befolgen der Gebote. […] und was da sonst noch in den Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. (Röm. 13, 8.10). Zum Gehorsam gehört auch das Halten aller zehn Gebote, also auch des Sabbatgebots.

Paulus selbst war Sabbats immer in der Synagoge: Paulus lehrte in der Synagoge an allen Sabbaten. (Apg. 18,4), Paulus wurde von den Juden nie angeklagt, wegen des Nichtbeachtens des Sabbats, wohl aber weil er die Gesetze der Pharisäer nicht beachtete. In Apg. 13, 42-45 predigte Paulus vor den Heiden am Sabbat.

Auch Johannes bezeugte: denn das ist Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer (1. Joh. 5, 2.3). Petrus schrieb: […] dass er hinfort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes leben. (1. Petr. 4,2) Es ist falsch zu glauben, der Wille Gottes hebe das Gesetz auf.

Bei seinem letzten Aufruf an die Apostel sagte Jesus folgendes: Und lehret sie alles zu halten, was ich euch befohlen habe. Mt. 28, 20. Die Apostel hatten den Auftrag nach Jesu Vorbild zu leben. Jesus hat nie gegen die zehn Gebote verstossen. Natürlich waren die Apostel nicht sündlos, doch für ihre Fehler gab es ja genauso Vergebung wie für unsere Fehler. Doch woher hätten die Apostel ihre Autorität her nehmen sollen, die Gebote und den Sabbat zu verlegen, wenn ihnen Jesus doch ein Vorbild gegeben hat? Sollte es also verkehrt sein den Tag zu heiligen, den schon Jesus und seine Apostel heilig hielten? Ich denke: Nein!

Paulus hat am Sonntag gepredigt

Ja, das stimmt. Doch wer den Text genau liest, der wird merken, dass sich Paulus auf einer Reise befand, nachzulesen in Apostelgeschichte 20, 7.11.13-15. Der Zeitbegriff: am ersten Tag, wird dabei eher beiläufig verwendet. Ausserdem war seine diese Predigt am ersten Tag eine Art Abschiedspredigt, bevor er einige Tage weiterreiste. Wer sagt also das sie den Tag heilig gehalten haben? Übrigens gibt es auch eine jüdische Zählweise der Tage. Dort dauert nämlich ein Tag von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang. Je nachdem ob man also die römische oder jüdische Zählweise verwendet, hat Paulus also am Sabbatabend oder Sonntagabend gepredigt. In Apg. 2, 46 wird darüber hinaus berichtet, dass die ersten Christen täglich miteinander das Brot gebrochen hatten.

 

Die Woche hat sich verschoben

Willis Milham sagte einmal: „Seit den letzten Jahrhunderte hat sich die Erdrotation  nicht einmal um eine tausendstel Sekunde verschoben.“ Wie soll sich also plötzlich einmal ein Tag ändern. Beim halten des Sabbats geht es um das Vorbild das Jesus uns gab, und die Bibel bezeugt. Jesus hat den Sabbat geheiligt, also tue ich das auch!

Der Kalender wurde geändert

Als Gott die Erde schuf, da schuf er sie in sieben Tagen. Lustiger weise haben wir auch heute noch eine Siebentage-Woche. Es gab einmal einen kleinen Kalenderwechsel vom Julianischen Kalender zum Gregorianischen Kalender. Im Julianischen Kalender wären nach einigen Jahrhundert 11 Minuten übrig geblieben. Diesen Missstand erkannte Papst Gregor XIII und änderte den Freitag,5. Oktober in Freitag 15. Oktober. Ja 10 Tage wurden aus dem Kalender gestrichen, aber der Freitag blieb ein Freitag. Nicht die Wochentage änderten sich, wohl aber die Zählung. Wir können getrost sagen, dass der Sabbat schon immer ein Sabbat war.

Der Sabbat ist nicht einheitlich zu halten

Natürlich kann man nicht auf der ganzen Welt den Sabbat gleichzeitig halten. Aber ist das schlimm. Gott sagte zu Mose: Von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang. Ein Tag entsteht durch die Erddrehung und während in Peking der Sabbat schon beginnt, werden in New York noch die fleissig Geschäfte erledigt, weil Freitag ist. Jeder auf der Erde feiert dann Sabbat, wenn der Sabbat halt anfängt. Die Bibel hat keinen Anspruch, dass alle Menschen auf der ganzen Welt, auf die exakt gleiche Minute zum Gottesdienst gehen sollten.

Der Sonntag ist am angenehmsten zu halten

Ja an diesem Argument ist schon etwas dran. Alle halten ja den Sabbat, wieso also nicht auch ich? Die Sache ist ganz einfach. Obwohl die meisten auf der Autobahn etwas zu schnell fahren, ist es nicht gut und richtig. Wenn dir Gott sagt, dass du den Sabbat halten sollst, dann solltest du auf ihn hören.

Gott beansprucht keinen bestimmten Tag

Eine Frage: In einem Regel stehen sechs Tafeln mit Amerikanischer Schokolade und eine Tafel mit Schweizer Schokolade. Welche Schokolade ist wohl die Beste? Ja ich weiss, auch amerikanische Schokolade kann gut sein aber normalerweise übertrifft die Schweizer Schokolade die anderen. Gott segnete den Sabbat und nicht einen anderen Tag. Der Sabbat ist ganz speziell. Kein Deutscher käme auf die Idee den 3. Oktober auf den 12. Oktober zu verschieben – Nein die Mauer viel am 3. Oktober. Ich denke, genauso verhält es sich mit dem Sabbat. Der Sabbat ist speziell und er ist das Geschenk für uns, das Gott gesegnet hat.

Der Sonntag ist eine staatliche und kirchliche Einrichtung

1947 erschien ein Aufsatz in der evangelischen Zeitschrift Einheit. In dieser schrieb der Pfarrer Fritz Jahr folgendes: Der Sonntag ist durchaus eine staatliche, eine weltliche, keine kirchliche oder christliche Einrichtung. Da die Sonne vor alter Zeit weithin religiöse Verehrung genoss, so hatte der Sonntag von Anfang an einen religiösen Beigeschmack, und zwar einen heidnischen. Kein Wunder: war doch der Kaiser, der das Sonntagsgesetz erliess, bis zur letzten Stunde seines Lebens ein Heide. So war und ist der Sonntag eine rechte ,donatio constantini‘, eine Schenkung Konstantins. Somit ist der Sonntag nicht ein Geschenk des Christentums an die Welt, sondern ein Geschenk der Welt an die Christen! Es war der 7. März 321 als der römische Kaiser Konstantin den Sonntag zum gesetzlichen Feiertag erklärte. Traditionell war dies der Tag der Sonne, der dem römischen Mithraskult geweiht war. Der Historiker Ph. Schaff schrieb: Es haben sich nicht nur ein paar heidnische Gebräuche in die Kirche eingeschlichen… Auch in der Sonntagsfeier, die von Konstantin eingeführt wurde, vermischte sich der Kultus des alten Sonnengottes Apollo mit der Erinnerung an die Auferstehung Jesu. (History oft he Christian Church, Bd. 3, Teil 1, S. 376.378)

Nachdem die Apostel starben wurde das Urchristentum durchaus offen für heidnische Einflüsse. Der Sonntag ist der treffende Beweis dafür. Schon der Name deutet nicht auf Jesus Christus hin, sondern an die Sonne, welche von so ziemlich allen heidnischen Kulturen verehrt worden war. Die Kirche christianisierte quasi den Sonntag einfach. So hiess es dann, dass Gott die Sonne der Schöpfung und Christus die Sonne der Gerechtigkeit sei. Der heutige christliche Sonntag hat nichts mit der heiligen Schrift zu tun, sondern er ist eine Verchristlichung einer heidnischen Sitte.

Als die Kirche den Sonntag als ihren Feiertag annahm, da geschah das auch aufgrund von Bischöfen. Pater Geiermann, ein katholischer Priester sagte dazu einmal: Wir halten den Sonntag statt des Sabbats, weil die katholische Kirche im Konzil zu Laodizäa im Jahr 364 die Heiligkeit des Smastags auf den Sonntag verlegt hat. (Converts Catechism of Catholic Doctrin, S.50)

Der Sabbat, der berühmteste Tam im Gesetz, ging in den Herrentag über… Dieses und Ähnliches haben nicht auf die Predigt Christi hin aufgehört (denn er sagt, er sei gekommen, das Gesetz zu erfüllen, nicht aber, es aufzulösen), sondern auf die Autorität der Kirche hin sind sie verändert worden. (Mansi, „Amplissima Collectio Conciliorum“, Bd. 33, 1902, Sp. 530) Dieses Zitat, welches am Konzil zu Trient 1562 gesprochen wurde beweist eigentlich, dass der Sonntag nicht aus der Bibel entstammt. Schon der Prophet Daniel bezeugte, dass eine Macht Gottes Gebote ändern wird (Daniel 7, 25)

Der Sabbat ist ein Kennzeichen der Autorität Gottes, während das Papsttum den Sonntag aus kirchlicher Autorität eingesetzt hat. Welcher Autorität sollen wir also mehr Folge leisten?

Als Jesus starb, da starb er am Freitag. Am Sonntag, dem ersten Tag stand er wieder auf. Und was machte er am Sabbat? Er ruhte! Das Erlösungswerk war vollbracht, nun konnte er im Grab als Sieger ruhen. In der Sabbatheiligung ehren wir Gott, der uns erlöste aus der Sünde. Dieses Motiv dürfen wir in der Sabbatheiligung anerkennen unabhängig davon was Staat und Kirche sagen, wir sollten dem Wort folgen, welches uns Frieden gibt!